Due Diligence Prüfung
Risiko- und Hintergrundprüfung eines Marktneulings vor der Lizenzvergabe durch Aufsichtsbehörden.
Das Wichtigste zur Due Diligence Prüfung im Überblick:
- Sorgfaltsprüfung von Geschäftspartnern und Inhabern
- Dient der Geldwäscheprävention und Betrugsabwehr
- Wird vor Lizenzvergabe und laufend durchgeführt
- Betrifft Betreiber, Zahlungspartner und Zulieferer
- Voraussetzung für jede seriöse Glücksspiellizenz
Was ist eine Due Diligence Prüfung?
Die Due Diligence Prüfung ist ein Sorgfaltspflichtverfahren, bei dem ein Online Casino oder dessen Lizenzgeber die Hintergründe von Geschäftspartnern, Inhabern und Zulieferern systematisch überprüft. Sie dient der Vermeidung von Geldwäsche, Betrug und der Sicherstellung, dass alle Beteiligten den regulatorischen Anforderungen genügen.
Welche Funktionen erfüllt die Due Diligence Prüfung?
Die Due Diligence Prüfung deckt auf, ob hinter einem Casino Betreiber oder dessen Partnern fragwürdige Strukturen stehen. Sie prüft finanzielle Stabilität, persönliche Eignung der Geschäftsführung und die Herkunft der Finanzmittel. Damit schützt sie Spieler indirekt vor unseriösen Anbietern.
Due Diligence Prüfung bei Deutscher Lizenz
Im deutschen Glücksspielmarkt ist die Due Diligence Prüfung ein fester Bestandteil des Lizenzierungsverfahrens durch die GGL. Bevor eine Anbieterseite den Betrieb aufnehmen darf, werden sämtliche Gesellschafter, Geschäftsführer und wesentliche Zulieferer durchleuchtet. Das umfasst Bonitätsprüfungen, Abgleiche mit Sanktionslisten und die Offenlegung der Unternehmensstruktur. Nach erfolgreicher Prüfung kann der Anbieter zugelassen und auf der offiziellen Whitelist geführt werden.
Auch nach Erteilung der Lizenz finden regelmäßige Nachprüfungen statt. Änderungen in der Eigentümerstruktur müssen der Behörde gemeldet werden und können eine erneute Prüfung auslösen. Die Anforderungen gehen über das hinaus, was bei vielen internationalen Lizenzgebern üblich ist.
Due Diligence Prüfung bei internationaler Lizenz
Auch internationale Jurisdiktionen verlangen Due Diligence Prüfungen, wobei die Tiefe stark variiert. Malta führt detaillierte Hintergrundprüfungen durch und verlangt umfangreiche Dokumentation der Gesellschafterstruktur. Gibraltar und die Isle of Man arbeiten mit ähnlich hohen Standards.
Bei Lizenzen aus Curaçao oder Anjouan fallen die Prüfungen hingegen weniger gründlich aus, was immer wieder Kritik hervorruft. Für Spieler ist die Qualität der Due Diligence beim Lizenzgeber ein indirekter Indikator dafür, wie vertrauenswürdig eine Glücksspielplattform tatsächlich arbeitet. Bei Casinos ohne Lizenz sollte deshalb zuerst geklärt werden, ob tatsächlich jede behördliche Erlaubnis fehlt oder lediglich keine deutsche Lizenz vorliegt.
Vorteile für Casino und Spieler
Die Due Diligence Prüfung findet hinter den Kulissen statt und bleibt für Spieler weitgehend unsichtbar. Trotzdem ist sie einer der wichtigsten Mechanismen, um Spielerschutz zu gewährleisten und schwarze Schafe aus dem Glücksspielbereich fernzuhalten. Wer bei einem Casino Betreiber mit strenger Lizenz spielt, profitiert indirekt von diesem Prüfprozess, auch wenn er davon nichts mitbekommt.
Im deutschen Markt gehört die Due Diligence zu den härtesten Hürden für neue Plattformen. Bei internationalen Casinos ohne deutsche Lizenz schwankt die Qualität je nach Lizenzgeber erheblich. Ein Blick auf die Jurisdiktion verrät viel darüber, wie gründlich der Betreiber geprüft wurde.
Fazit
- Due Diligence ist Qualitätsmerkmal für regulierte Betreiber
- Hindert Schwarze Schafe am Markt zu operieren
Dieser Begriff ist Teil von PPC24 Wissen und wird redaktionell geprüft sowie bei Bedarf aktualisiert.